Kooperation ausreichend beschrieben?

Das Gelingen der tĂ€glichen ÜbergĂ€nge zwischen Hort und Grundschule ist fĂŒr die Bildungsbiografie der Kinder von großer Bedeutung und ein Anliegen dieses Orientierungsrahmens. Von gelingenden tĂ€glichen ÜbergĂ€ngen kann dann gesprochen werden, wenn ein Kind sich in Grundschule und Hort wohlfĂŒhlt, wenn es die gestellten Anforderungen bewĂ€ltigen und die Bildungsangebote fĂŒr sich
nutzen kann.
Den Kindern gelungene tĂ€gliche ÜbergĂ€nge zu ermöglichen, wird hier als eine gemeinsame Aufgabe von Horten und Grundschulen dargestellt, an der auch die Kinder und ihre Eltern beteiligt sind. Von LehrkrĂ€ften und sozialpĂ€dagogischen FachkrĂ€ften verlangt die Aufgabe ein gemeinsames Gestalten auf Augenhöhe unter Achtung der Erfahrungen wie auch der Entwicklungsaufgaben von Kindern,
damit Bildungsprozesse anschlussfĂ€hig werden. Das Gestalten der ÜbergĂ€nge vollzieht sich auf der planerisch-konzeptionellen, der organisatorisch-koordinierenden und der Umsetzungsebene.

Moderatoren: Ulrike Klevenz, Detlef Diskowski, Bettina Stobbe, Susanne Scheib, rogerprott, Anna K. Ohm

Anna K. Ohm
BeitrÀge: 5
Registriert: 10.11.2015, 11:38

Kooperation ausreichend beschrieben?

Beitragvon Anna K. Ohm » 18.11.2015, 11:37

Um eine erste Frage in den Raum zu stellen und eine erste Diskussionsanregung zu geben:
Begreift man die Zusammenarbeit zwischen Hort und Grundschule wie in diesem QualitĂ€tsmerkmal beschrieben als "gemeinsames Gestalten auf Augenhöhe" muss dann in diesem Baustein nicht viel ausfĂŒhrlicher auf die Art und Weise und IntensitĂ€t der anzustrebenden Kooperation zwischen den PĂ€dagogInnen aus Hort und Grundschule eingegangen werden? Wird das Thema ausreichend behandelt?
Referentin im Referat fĂŒr Kindertagesbetreuung | Ministerium fĂŒr Bildung, Jugend und Sport

ClaudiaSchiefelbein
BeitrÀge: 9
Registriert: 31.05.2016, 08:32

Re: Kooperation ausreichend beschrieben?

Beitragvon ClaudiaSchiefelbein » 31.05.2016, 10:13

In der Tat ist es aus unserer Sicht wĂŒnschenswert das "gemeinsame Gestalten auf Augenhöhe" nĂ€her zu beleuchten. Anregungen / Empfehlungen zur Art und Weise wie auch IntensitĂ€t wĂ€ren wĂŒnschenswert. Zugleich jedoch lĂ€uft man dann Gefahr, etwas zu ĂŒberregulieren und alle Beteiligten ggf. vor dem Hintergrund der zeitlichen/personellen Ressourcen gleich abzuschrecken.
WĂŒnschenswert wĂ€ren aber schon Anregungen zur Art und Weise des Austauschs (z.B. Hospitationen, um RealitĂ€ten in anderen Institutionen besser Kennenzulernen), die sich auch stĂ€rker in den Texten der anderen QualitĂ€tsmerkmalen finden könnten.
Vielmehr war uns aufgefallen, dass auf Seite 9 die praktischen HandlungsansĂ€tze bei der Gestaltung der tĂ€glichen ÜbergĂ€nge sehr einseitig den Hort ansprechen. Das vermittelt beim Lesen nicht, dass "Gestalten auf Augenhöhe" ernst gemeint ist (wenngleich dies nicht unterstellt werden soll, lediglich der Hinweis gegeben werden soll, dass man es so lesen könnte...). Vielmehr bekrĂ€ftigen die einseitig an HortfachkrĂ€fte gerichteten AnsĂ€tze eher das GefĂŒhl des "ErfĂŒllungsgehilfen", was ja lt. AusfĂŒhrungen auf S. 8 eben nicht sein soll...
Claudia Schiefelbein (fĂŒr die AG Horte des AWO Landesverband Brandenburg e.V.)


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