Platzkostenrechnung

Das Forum "Recht und Struktur" soll helfen Fragen zum Rahmen der Kindertagesbetreuung zu klären, Zusammenhänge aufzuzeigen, auf rechtliche Bestimmungen hinzuweisen und Lösungswege zu eröffnen.

Moderator: Detlef Diskowski

M789
Beiträge: 1
Registriert: 12.09.2018, 16:34

Platzkostenrechnung

Beitragvon M789 » 12.09.2018, 16:41

Hallo in die Runde,

ich befasse mich gerade mit der Platzkostenrechnung unserer Gemeinde. Dabei ergeben sich aus meiner Sicht folgende Fragestellungen:

1)
Bei der Berechnung wurden nicht die gesetzlichen Prozentsätze des institutionellen Zuschuss berücksichtigt. Heisst, dass z.b. für 0-3 jährige nicht 88,6 %, sondern nur 80% berücksichtigt wurden. Aus meiner Sicht ist das falsch.

2)
Bei der Kalkulation wurden auch weniger Kinder berücksichtigt als die Anzahl der Kinder gemäß Betriebserlaubnis. Das ist aus meiner Sicht ebenfalls falsch.

3)
für einen 8h Vertrag wird der gleiche pädagogische Anteil angenommen, wie für 10h. Aus meiner Sicht werden hier die 8h Eltern mit 8h Verträgen stärker belastet.

Was sagt Ihr dazu?

Hascheff
Beiträge: 44
Registriert: 25.01.2018, 01:10

Re: Platzkostenrechnung

Beitragvon Hascheff » 13.09.2018, 09:11

Hallo M789,
willkommen im Forum!

1)
Die Berechnung sollte auf den Planzahlen des kommenden Jahres beruhen. Dabei muss natürlich auch der institutionelle Zuschuss, so gut es geht, berücksichtigt werden. Eine Abrundung auf 80% der notwendigen Personalkosten halte ich für zu grob, es riecht nach künstlicher Aufblähung der Platzkosten.

2)
Die AG17 verwendet auch die Kapazität der Einrichtung(en) zur Berechnung. Ich sehe das allerdings anders.
Für Kommunen mit einer kleinen Kita kann das verheerend für den Kommunalhaushalt sein. Es ist zu bedenken, dass die Berechnung der Ermittlung des Höchstbeitrags dient. Familien mit gutem Einkommen sollen annähernd das bezahlen, was die Bereitstellung des Kitaplatzes kostet. Ich sehe nicht ein, warum die Steuerzahler dafür aufkommen sollen. Die soziale Gestaltung setzt erst im Anschluss daran mit der Staffelung nach Einkommen und Kinderzahl ein.

3)
Das sehe ich wie Sie. Hier würde ich aber dem Träger keine unlauteren Motive unterstellen, das ist eben mathematisch nicht ganz einfach. Schauen Sie dazu in folgenden Beitrag, insbesondere auf die Grafik am Ende des Beitrags:
viewtopic.php?f=33&t=435&start=60#p1835


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